

Biographieforschung und klinische Psychologie
pp. 299-318
in: Gerd Jüttemann, Hans Thomae (eds), Biographie und Psychologie, Berlin, Springer, 1987Abstract
In den letzten Jahren hat das Interesse an biographischen Daten in der klinisch-psychologischen Forschung zugenommen (vgl. Jäger 1978; Jäger u. Nord-Rüdinger 1983; Kessler 1980, 1982). Biographien werden dabei jedoch nur am Rande behandelt, und das aus zwei Gründen: einmal werden unter biographischen Daten alle Merkmale des Lebensvollzugs einer Person gefaßt, angefangen bei der Geschlechtszugehörigkeit über kritische Lebensereignisse bis hin zu Fragen wie "Haben Sie schon einmal in ihrem Leben ein Modellflugzeug gebastelt?". Und zum anderen werden solche Merkmale oft ohne ihren Kontext betrachtet, d.h. der Blick für die subjektive Kohärenzstrukturierung von biographischen Daten in einer Lebensgeschichte ist verstellt.