

Die Konstitution religiöser Räume in der Krise
Jüdisches Leben im Deutschen Reich zwischen 1939 und 1945
pp. 213-232
in: Uta Karstein, Thomas Schmidt-Lux (eds), Architekturen und Artefakte, Berlin, Springer, 2017Abstract
"Es ist ein ganz Merkwürdiges, wie unsere Seele in einer ganz anderen Welt lebt als in der Wirklichkeit. Wir beten nicht mehr in der lieben Bornplatz-Synagoge, und doch fühlt jeder von den früheren Betern in den neuen Räumen, als wenn das Bild vom Bornplatz immer vor seinen Augen ist". Mit diesen Worten beschrieb der Rabbiner Joseph Carlebach Anfang Juni 1939 die Stimmung in der jüdischen Gemeinde Hamburg.